Stellen in St. Gallen finden
Zentrum der Ostschweiz mit industriellem Rückgrat, langgezogener Kantonsgeografie und einem Arbeitsmarkt bis an den Bodensee.
Industrie, Dienstleistung und ein langes Erbe
St. Gallen verbindet ein traditionsreiches Gewerbe mit modernen Dienstleistungen. Die Textilgeschichte der Stadt lebt heute in spezialisierten Herstellern von Stickerei und technischen Geweben weiter, während der grössere Teil der industriellen Wertschöpfung im Kanton auf Maschinenbau, Metallverarbeitung, Kunststofftechnik und Elektronik entfällt. Das Rheintal von Altstätten bis Buchs ist ein ausgeprägter Produktionsstandort mit exportorientierten Betrieben, ebenso das Linthgebiet und die Region Wil. In der Stadt selbst prägen Versicherungen, Banken, Beratung und die Universität mit ihrem Umfeld das Bild, dazu die kantonale Verwaltung. Das Gesundheitswesen mit Kantonsspital, Regionalspitälern und Pflegeeinrichtungen zählt zu den grössten Arbeitgebern, und in Toggenburg und Sarganserland kommt der Tourismus mit saisonalen Schwankungen hinzu.
RAV im Kanton St. Gallen
Der Kanton unterhält Regionale Arbeitsvermittlungszentren an mehreren Standorten, damit die Beratung in einem geografisch weit gestreckten Gebiet erreichbar bleibt. Die Anmeldung läuft über die Wohngemeinde, zugewiesen wird nach Wohnort. Weil der Arbeitsmarkt in der Ostschweiz stark von einzelnen Branchen und Betrieben abhängt, spielt die Absprache über das Suchgebiet eine wichtige Rolle: Wer in einer Nische mit wenigen regionalen Arbeitgebern tätig ist, muss das Gebiet meist über die Kantonsgrenze hinaus fassen, etwa Richtung Thurgau, Appenzell, Winterthur oder ins Fürstentum Liechtenstein. Eine Anstellung im nahen Ausland hat Folgen für Sozialversicherung und Anspruch und sollte vorher mit der Beratungsperson besprochen werden. Suchberuf, Gebiet und die erwarteten Arbeitsbemühungen werden schriftlich festgehalten.
Pendeln zwischen Rheintal, Bodensee und Toggenburg
Die Hauptachse verläuft entlang der Bahnlinie zwischen Wil, Gossau, St. Gallen, Rorschach und dem Rheintal. Auf dieser Achse sind Arbeitswege gut planbar, und auch Winterthur, Zürich, Frauenfeld sowie Chur liegen in erreichbarer Distanz. Abseits davon wird es anspruchsvoller: Das Toggenburg, das Sarganserland und viele Gemeinden in den Voralpen sind über Regionalzüge und Buslinien erschlossen, deren Takt am frühen Morgen und am Abend ausdünnt. Für Schichtbetriebe in der Industrie oder für Frühdienste in der Pflege ist das ein entscheidender Punkt. Auf der Strasse belasten die Zufahrten zur Stadt und der Verkehr im Rheintal die Stosszeiten. Eine Fahrplanabfrage für die tatsächliche Arbeitszeit bringt hier mehr Klarheit als eine Distanzangabe auf der Karte.
So fliesst der Arbeitsweg bei Karivo ein
Karivo nutzt die im Profil hinterlegte Wohnadresse und den gewünschten maximalen Arbeitsweg, um für jedes gefundene Inserat eine ungefähre Reisezeit zu berechnen und beim Treffer auszuweisen. In einem langgezogenen Kanton wie St. Gallen ist das hilfreich, weil zwei Betriebe mit ähnlicher Luftliniendistanz sehr unterschiedlich gut erreichbar sein können, je nachdem ob sie an der Hauptachse oder in einem Seitental liegen. So lässt sich der eigene Suchradius bewusst wählen, statt ihn nach Gefühl festzulegen. Ob eine Stelle im Sinne der Arbeitslosenversicherung zumutbar ist, beurteilt allein die zuständige Amtsstelle.
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